Die Ökostromumlage sinkt um 5,7 Prozent – die Strompreise könnten dennoch steigen.

Die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) sinkt im kommenden Jahr auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde. Damit soll die Abgabe 5,7 Prozent niedriger sein als im Jahr 2018. Das teilten die Betreiber der großen Stromnetze, 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetzBW, mit.

Die Umlage finanziert die Ökostromförderung für die Betreiber von Solar-, Windkraft-, Wasserkraft-, Biogas- oder Geothermieanlagen. Alle Stromkunden müssen sie bezahlen, für bestimmte Industriebranchen und Gewerbe gibt es allerdings Rabatte. Die EEG-Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises, sie macht ungefähr ein Viertel davon aus. Dazu kommen neben den Netzentgelten aber auch noch Steuern, weitere Abgaben und Umlagen sowie die Produktionskosten.

Trotz der Entlastung bei der Ökostromumlage könnten die Strompreise für Privathaushalte im kommenden Jahr nach Darstellung von Branchenexperten aber leicht steigen. Grund sind vor allem erwartete höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten.
Netzbetreiber kündigen Offshorenetzumlage an

Zugleich gaben die großen Stromnetzbetreiber die sogenannte Offshorenetzumlage für 2019 bekannt. Sie beträgt 0,416 Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten für den Anschluss von Windkraftanlagen vor den Küsten an das Hauptstromnetz werden über diese Netzumlage von den Verbrauchern getragen.

Verbraucherschützer kritisierten die erwartete „unfaire Verteilung der Stromkosten“. Die Offshorenetzumlage gehe vor allem zu Lasten der Verbraucher, „während die Industrie entlastet wird“, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen mit.

Quelle: https://www.zeit.de/amp/wirtschaft/2018-10/erneuerbare-energien-oekostrom-eeg-umlage

Experten erwarten höhere Strompreise für 2019

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